Kopfkino für guten Sex
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2 Spielaufgaben für Sex ganz nach Deinen Vorstellungen

Deine Vorstellung ist ein freies Feld, Du kannst sie dazu nutzen, Dich Deiner Lust hinzugeben und Deine sexuellen Möglichkeiten zu erweitern. Also Vorhang auf für Deine Vorstellung, wie Du Dir Sexualität wünschst. So kreierst Du Dir Dein erotisches Kopfkino.

Kino im Kopf

Welcher Kinofilm hat Dir zuletzt so richtig gut gefallen? Bei mir war es “Der Wein und der Wind”. Ein französischer Film, ich stehe auf Programmkino. 3 Geschwister erben ein Weingut in der Bourgogne und müssen entscheiden, ob und wie sie das Weingut weiterführen wollen. Der Film punktet mit sympathischen Darstellern, natürlichen Dialogen, einer emotionalen Story, schönen Landschaftsbildern der Weinberge im Wechsel der Jahreszeiten und französischen Chansons. Ah, nicht zu vergessen die Szenen, in denen die drei Wein verkosten – da läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Das sind für mich die Zutaten eines guten Films.

Was würdest Du sagen, sind die Zutaten für guten Sex? Eigentlich die gleichen, oder: Sympathische Hauptdarsteller, sinnliche Dialoge, das Finale mit Happy End und ein erotischer Soundtrack …

Warum haben wir beim Sex oft so schlechte Filme im Kopf?

Worauf ich beim Sex gut verzichten kann sind störende Bilder: der Gedanke daran, ob mein Hintern gerade vorteilhaft im Rampenlicht steht, der Zweifel, ob ich wohl zum Höhepunkt kommen werde, die Unsicherheit, was mein Partner von mir erwartet und dergleichen mehr.

Negative Gedankengewohnheiten sind oft alte Bekannte, die uns immer und immer wieder besuchen. Wie oft hast Du Dir schon unangenehme oder beschämende Erinnerungen ins Gedächtnis gerufen und Dich dabei jedes Mal auf’s Neue beklommen oder beschämt gefühlt. Wenn Du Dir den schlechten Film immer wieder ins Gedächtnis rufst, bestätigst Du im Grunde nur die Dinge, die Du schon kennst. Aus Deinem “schlechten Erinnerungs-Film” kann keine neue positive Erfahrung entstehen.

Neue, positive Erfahrungen entstehen, indem Du etwas anders machst also sonst. Wenn Du also sexuell etwas neues, spannendes oder positives Erleben willst, dann stelle Dir das doch einfach schon mal vor, dass Du es erlebst.

Übrigens, schlechte Filme müssen nicht bis zu Ende angeschaut werden. Du hast die Fernbedienung in der Hand und kannst jederzeit das Programm wechseln.

Wenn Deine Lust eine Landschaft wäre, wie sähe sie aus?

Deine Sexualität wird auch durch das geprägt, was Du Dir vorstellen kannst. Welche Bilder hast Du im Kopf, wenn es um Deine Lust geht? Siehst Du blühende Landschaften, eine karge Steppe oder die undurchdringliche Dornenhecke um Dornröschens Schloss?

Worauf liegt Deine Aufmerksamkeit? Liegt Deine Aufmerksamkeit auf “Ich komme gar nicht richtig in meine Lust”, wachsen die dornigen Hindernisse weiter in die Höhe. Liegt Deine Aufmerksamkeit auf „Ich lade die Lust in mein Leben ein und genieße, was möglich ist“ können neue Möglichkeiten erblühen.

Deine Imagination kann dir viele Wege offenbaren, wie Du Deine Sexualität erforschen und erweitern kannst

Die Macht Deiner Fantasie kannst Du gar nicht genug wertschätzen. Vor allem, wenn Deine Fantasie all Deine Sinne anspricht, kannst Du neue unbekannte Landschaften entdecken. Tasten, sehen, hören, riechen, schmecken. Erweitere Deine sexuellen Möglichkeiten mit Hilfe Deiner Fantasie und lasse Deine Imagination zur Quelle Deiner Lust werden.

Du kennst die Übung mit der Zitrone: Stelle Dir eine Zitrone vor, ihren Duft. Und dann stelle Dir vor, wie Du sie in 2 Hälften teilst und herzhaft hinein beißt. Du hast den Duft der Zitrone in der Nase und kannst förmlich schmecken, wie sauer sie ist, vielleicht verziehst Du sogar ein bisschen Dein Gesicht. Die mentale Beschäftigung reicht aus, um körperliche Reaktionen hervorzurufen. Viele Menschen nutzen mentale Trainings für ihren Erfolg im Sport oder Beruf. Genauso so gut kannst Du mentales Training auch für mehr Lust und körperliches Genießen einsetzen.

Deine Einbildungskraft bietet Dir Lernfortschritte und erotische Gelegenheiten. Und, ich glaube das steht in (fast) jedem meiner Beiträge: am besten geht das Lernen und Üben alleine mit Dir selbst. Vorhang auf für Deine Selbstliebe, Dein Selbst-Erfreuen, Deinen Solo-Sex mit Imagination.

So nutzt Du Deine Vorstellung, um Dich sexuell zu öffnen:
Kreiere Dir Dein ganz persönliches erotisches Kopfkino

Dir steht jede Menge geistiges Material zur Verfügung mit dem Du arbeiten kannst, wenn es um Deine Lust und Erotik geht. Wie wäre es, Dich selbst zu erfreuen und Dir dabei vergnügliche Filme auszumalen vor Deinem inneren Bildschirm? Mit Dir als zauberhafter Hauptdarstellerin, gerne mit weiteren verführerischen Nebendarstellern, erotischen Dialogen, einer Story ganz nach Deinem Geschmack: Superwoman, Pretty Woman oder Sex in the City und einem unverwechselbaren Soundtrack: seufzen, schnurren, tönen und tosen.

Du kannst Geschichten weiterspinnen, die Du tatsächlich schon erlebt hast oder auch ganz neue erfinden: z.B. Dir Dinge vorstellen, die Du gerne einmal erleben würdest oder auch sexuelle Erlebnisse, die Du Dir in der Realität (noch) nicht erlauben kannst.

Stelle Dir Deine Lovestory so bildlich wie möglich vor mit all Deinen Sinnen. Beziehe Empfindungen, Düfte, Geschmäcker und Laute mit ein.

Wo Wünsche sind, sind auch Gelegenheiten

Das fällt vielen Frauen zu Beginn nicht leicht, das weiß ich aus der Arbeit mit meinen Kundinnen in meiner Praxis. Daher habe ich hier für dich 2 Spielaufgaben, wie Du mit Hilfe Deiner Einbildungskraft fokussiert bleiben und neue lustvolle Wege erkunden kannst.

Beispiel 1: Aufmerksamkeit und Konzentration
Dir fällt es schwer, mit Deiner Aufmerksamkeit bei Dir und Deinem körperlichen Erleben zu bleiben? Oftmals schweifst Du ab beim Sex. Du denkst an unerledigte Aufgaben oder wie Du es Deinem Partner recht machen kannst oder steckst in einer negativen Gedankenspirale über Deinen Körper fest.

Du wünschst Dir, Dich mehr fallen lassen zu können und den Moment des Liebemachens bewusst zu genießen.

Spielaufgabe:

  • Während Du Dich selbst erfreust, lasse Deinen Kopf mit Deinem Körper tanzen: Du brauchst sowieso beide zum Liebemachen. In der Selbstliebe bist Du gleichzeitig die, die berührt und die, die spürt, wie es sich anfühlt. Richte Deinen Blick nach innen und beobachte, was geschieht, wenn Du Dich berührst und liebkost. Konzentriere Dich voll und ganz auf Deine Empfindungen.
  • Während Du Dich selbst erfreust, stelle Dir vor, was sich in Deinem Körper abspielt. Stelle Dir vor, wie Deine Vagina feucht wird oder Deine Labien anschwellen und nehme wahr, was geschieht – im Körper und im Kopf.
  • Akzeptiere Dich selbst. Wenn Zweifel kommen, wofür das gut sein soll, dann setze die Zweiflerin für einige Zeit auf eine Parkbank – kaufe ihr ein Eis und sage ihr, dass Du sie in 30 Minuten wieder abholst.

Beispiel 2: Mut und Erlaubnis
Du fragst Dich, ob es das schon war und ahnst es bereits: da gibt es noch mehr was Du erleben kannst, sexuell.
Tabus und innere Verbote halten Dich zurück sexuell aktiver zu sein und tiefer einzusteigen in Dein Begehren.

Du wünschst Dir, mehr in Kontakt mit Deinen ureigenen Selbstkräften zu sein und dein sexuelles Potenzial zu entfalten.

Spielaufgabe:

  • Während Du Dich selbst erfreust, stelle Dir vor, wie Du neue Wege zur Erregung entdeckst. Ersinne Dir eine mentale Geschichte, in der Du neue körperliche Gefilde erforschst. Erlaube es Deiner Fantasie überall hinzureisen, wohin es sie zieht.
  • Während Du Dich selbst erfreust, sag Ja zu Dir. Sag Ja zu dem, was Du genießen und ausprobieren magst. Mache kontinuierlich weiter mit dem, was Dir Freude macht. Mit Deinem Mut kannst Du alte Begrenzungen aufheben und Spaß dabei haben.
  • Dein Land der Fantasie kann vollkommen frei sein. Setze Deiner Fantasie keine Grenzen. Sheri Winston – eine “Sex-Lehrerin” schlägt folgendes vor: “Stelle Dir am Eingang Deines persönlichen Vorführraums ein Schild auf: Kulturelle, religiöse und politisch korrekte Tabus haben keinen Zutritt”.

Ich wünsche Dir viel Freude und nährende neue Erfahrungen mit Deiner Imagination.

Auf Dein Vergnügen mit Deinem Körper.

Deine,

Ilona Tamas
Expertin für weibliche Sexualkultur

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