Aloha-Spirit und Weiblichkeit

„Auf Hawaii bin ich in einer Weichheit und in einer Weiblichkeit angekommen, die total natürlich ist“, schwärmt Susanne Öhlschläger. Erfahre von Susanne, welche bunten Erlebnisse und intensiven Freiheiten der Aloha-Spirit ihrem Leben schenkt.

Du siehst ein Interview des Lemondays-Talk „bewusst Weiblich“ zwischen Coach für Weiblichkeit & Sexualität Ilona Tamas und Susanne ÖhlschlägerLOMI-LOMI und ALOHA Lebensphilosophie.

„Auf Hawaii bin ich in einer Weichheit und in einer Weiblichkeit angekommen, die total natürlich ist“.

Susanne Öhlschläger – LOMI-LOMI und ALOHA Lebensphilosophie
Lemondays Wechseljahre Magazin

Unser Gespräch ist Teil einer Interviewreihe in der LEMONDAYS Facebookgruppe „Wechseljahre – von der Rebellin zur Königin. In dieser turbulenten Zeit von Hormonchaos und Aufbruchstimmung wollen wir uns gegenseitig unterstützen, motivieren und stärken. Sei herzlich eingeladen zur LEMONDAYS Sisterhood: Hier geht’s zur Lemondays Community bei Facebook.

„Mit Weiblichkeit verbinde ich persönlich die Fähigkeit immer wieder in die Erneuerung zu gehen, in die Regeneration, in die Innenschau, in dieses sich selbst neu zu gebären“

Viel Freude beim Anschauen wünsche ich Dir! Susanne und ich freuen uns auf Deine Fragen oder Kommentare.

Herzlich Willkommen zum „Bewusst Weiblich“-Interview – ich begrüße ganz herzlich Susanne Öhlschläger.

Susanne, Du bist auch bekannt mit „Finde Deine Spur“ und ich weiß, dass Du sehr viel vom Aloha-Spirit hältst, dass Du auf Hawaii warst und dort Ausbildungen gemacht hast, zum Beispiel zur Lomi Lomi Masseurin.

Was verbindest Du mit Weiblichkeit?

Mit Weiblichkeit verbinde ich persönlich die Fähigkeit immer wieder in die Erneuerung zu gehen, in die Regeneration, in die Innenschau, in dieses sich selbst neu zu gebären.

Wie hast Du das bei Dir selbst erfahren oder erlebt, dieses sich selbst erneuern oder neu gebären?

Das Leben hat mich teilweise recht unsanft gezwungen, das auch zu üben, es war nicht immer alles rosarot. Und diese Qualität, Weiblichkeit auch anders zu leben, habe ich in meinem Leben auch dadurch erfahren, dass ich selbst keine Kinder habe.

Diese Energie, die da vorhanden war, die wollte ich in ein anderes Projekt geben. Also ich wollte für mich einen Weg finden, den weiblichen Weg zu gehen in einer positiven Auseinandersetzung mit der Thematik „kinderlos“ zu sein, ohne in den Schmerz zu gehen. Es ist nicht über Nacht passiert, aber es war mit ein Grund, weshalb ich all diese Ausbildungen begonnen habe und mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe.

Und dann habe ich für mich kennen gelernt, dass auch ich wandlungsfähig bin und immer wieder einen Wechsel machen kann.

Ich hoffe, dass bei vielen jetzt die Ohren ganz groß werden, wenn es um darum geht, als Frau wandlungsfähig zu sein. Denn wann ist diese Qualität mehr gebraucht als in den Wechseljahren?

Es gibt einige Gemeinsamkeiten bei uns. Ich habe auch lange Jahre Lomi Lomi Massagen gegeben und ich habe auch keine Kinder.

Was hast Du aus deinem Leben gemacht, als klar war, dass Du keine Mutter wirst?

Ja, ich hatte im Grunde schon zwei Kinder, das waren meine Geschwister, die ich mit großgezogen habe. Gleichermaßen war es für mich so spannend diese Begrenzungen zu spüren, die manche Frauen da im Kopf haben, wenn sie sich nur auf einen Blickwinkel fokussieren. Die sich dadurch sehr viel an Lebensqualität wegnehmen oder irrsinnig viel Druck aufbauen. Und das wollte ich für mich definitiv nicht. Ich wollte immer die Lebensfreude, die Zuwendung zu dem, was das Leben mir zu bieten hat kultivieren. Und das ist im Grunde die Schule des Lebens und deren sehr unterschiedliche Lektionen.

In welchem Alter hast Du mit Körperarbeit begonnen?

Interessiert hat mich dieses ganze körperliche Thema schon von Kindesbeinen an. Wenn ich nicht an Latein gescheitert wäre, wäre ich wahrscheinlich Ärztin geworden. Mit Ende 30 war klar, es soll nicht sein ein Kind zu bekommen. Stattdessen habe ich mit Ausbildungen begonnen, Kinesiologie, Stressbewältigung, mit Bachblüten, mit Reiki, mit Klangschalen. Anfangs habe ich mit Kindern gearbeitet, Lern-Blockaden und solche Thematiken, und bin dann relativ schnell bei den Eltern gelandet. So kam der Wunsch etwas Körperliches zu tun.

Und wie bist Du nach Hawaii gekommen?

Für mich war die Entscheidung nach Hawaii zu reisen ein riesengroßer Schritt. Das erste Mal bin ich wegen eines Retreat hingefahren von zwei Frauen, die mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen sind. Und ich habe das Glück gehabt, dass ich in Familien zu Gast sein konnte und das ursprüngliche Hawaii kennengelernt habe. Das eigentliche Leben dort ist wie bei uns, man arbeitet, man kocht, man isst, man singt, man redet miteinander und bewältigt sein Leben. Aber die Dimension der Achtsamkeit hat mich vom ersten Tag an wie eine Welle erfasst. Diese Liebe, die man da spürt, dass man willkommen ist, ohne dass man etwas geleistet hat, ohne irgendwelche Zeugnisse oder sonstiges vorweisen muss, das war für mich ein ganz einschneidendes Erlebnis.

Die Bilder, die ich von Hawaii habe, vom Aloha-Spirit, den viele suchen, da kann ich mir vorstellen, dass das Thema Weiblichkeit oder wie ich meinen Körper bewohne, anders ist als in unserer Kultur. Gerade wenn ich an die Blumenkränze, die Leis denke oder wie beim Tanzen die Hüften geschwungen werden.

Wie hast Du Weiblichkeit auf Hawaii anders erlebt?

Du kommst dort in einer Weichheit und in einer Weiblichkeit an, die total natürlich ist. Also man braucht nix großartig zum Anziehen, keine Schminke, Flip-Flops oder barfuß, ein Tuch um die Hüften. Man ist viel im Freien. Es wird viel gelacht, es wird viel gesungen. Wir haben natürlich auch Hula getanzt, diese Welle, diese sanfte Hüftbewegung, das trägt Dich einfach anders durchs Leben. Wenn Du die Musik hörst, Du gehst ja dann schon anders, Du bist in diesem sprichwörtlichen Flow. Da macht das Umrühren im Nudelwasser mehr Spaß, den Salat waschen, was auch immer Du gerade tust. Dabei ist mir bewusst geworden, das ist nicht voneinander getrennt: Ich bin Frau, ich habe die Weiblichkeit in mir, und wenn ich sie in mir habe, dann tut es mir gut, dass ich sie lebe und durch meinen ganzen Körper ausdrücke.

Körperliche Wertungen wie bei uns, ob jetzt eine mehr auf den Hüften hat oder fülliger ist, das interessiert dort keinen. Die sehen mit dem Herzen und das kommt dann auch an. Das hat mich schwer beeindruckt. Das hat mich auch irrsinnig frei gemacht, weil Du denkst über vieles gar nicht mehr nach, was uns in unserer Kultur ständig beschäftigt.

Auch die Offenheit, mit der Frauen untereinander sich gegenseitig Wertschätzung ausdrücken oder ein Kompliment machen, das von Herzen kommt, das tut einfach gut.

Ja, das kann ich mir vorstellen. Ich werde schon grad sehnsüchtig. Allein diese Freiheit mit Wärme und Schlappen anziehen und dass es keine Rolle spielt, wie die Figur ist.

Es liegt an uns, das zu Leben, auch hier. Das ist für mich der Aloha-Spirit, der natürlich nicht nur mit Feiern und mit Spaß haben zu tun hat, sondern auch mit einer sehr tiefen Verbindung zur Natur, zu allen Wesen, die da sind. Nicht mehr zu nehmen, als man braucht, immer wieder was zurückzugeben. Da ist schon eine sehr achtsame Philosophie dahinter. Aber das Wesentliche ist: Es ist einfach immer Freude dabei und es wird aber auch der Schmerz nicht ausgeklammert, das habe ich dort auch so intensiv erlebt. Es darf alles ineinanderfließen und voneinander profitieren und sich wieder in was Neues verändern, transformieren und das löst einfach Begrenzungen auf.

Ja, und Du hast auch gesagt, dass Du weibliche Lehrerinnen hattest.

Wie ist das bei Dir mit dem Lernen von anderen Frauen oder von den Lehrerinnen, die Du hattest?

Es hat sich einfach auf natürliche Art und Weise ergeben. Also gerade in der Körperarbeit habe ich begonnen mit einer weiblichen Lehrerin. Ich hatte mir auch manche Männer, die dort bekannt sind, angeschaut, aber sie haben mich nicht auf Herz-Ebene berührt. Ich bin auf diesem Ausbildungsweg immer meinem Bauchgefühl gefolgt und meinem Herzen und hatte nur positive Erlebnisse gehabt. Das waren wirklich so ganz intuitive Entscheidungen und da hat sich durch diese Intuitionen natürlich dann oft der nächste Schritt wie von Zauberhand ergeben. Das plant man nicht, sondern Du bist dann in dieser kindlichen Überraschtheit. Ich fahre jetzt einfach einmal dorthin und schaue was kommt. Das war die größte Lektion für mich, raus aus dem Planen zu gehen. Die wahren Geschenke, die passieren dann oft, da nimmt man dann sehr viel mit.

Würdest Du sagen, dass sie auch wie Vorbilder für Dich sein konnten, die Begegnungen mit den Frauen?

Wertschätzung, ja. Vorbild sind für mich im Grunde alle Frauen, die in ihrer eigenen Stärke und in ihrer eigenen Bewusstheit angekommen sind und sie leben. Und das ist von meiner Urgroßmutter über Lehrerinnen oder Frauen, die können jünger sein, da spielt Alter überhaupt keine Rolle. Sondern die für mich gefühlt einen Punkt erreicht haben, wo ich sage: Okay, das finde ich jetzt toll. Das kann man so auch sehen oder davon könnte ich was lernen.

Wie lange ist das her, Deine letzte Reise?

Die letzte Reise war 2020 und das war natürlich genau die Zeit als das große C auf der Welt erschienen ist. Ich bin statt den geplanten dreieinhalb Wochen nur zwei Wochen dort gewesen und dann früher zurückgeflogen, weil die Flüge nach Europa eingestellt wurden.

Aber auch da habe ich für mich sehr stark diese Angstlosigkeit gespürt. Ich bin gut nach Wien zurückgekommen, das war der Tag, an dem der Flughafen geschlossen worden ist. Bin dann beschenkt worden mit einem wunderschönen März, der ungewöhnlich warm war und verbrachte die Quarantäne gesund zu Hause.

Was nimmst Du mit von Hawaii für Dein eigenes heil sein oder im Herzen sein?

Was ich immer für mich mitgenommen habe, war ein absolutes Vertrauen in den Lebensfluss. Der natürlich im Alltag immer wieder mal verloren geht, und man ertappt sich wieder dabei, dass man in dieser Spirale denkt, ich muss jetzt das tun oder das noch. Was ich wirklich über die Jahre dort gelernt habe, ist dieses im Augenblick sein, mit dem gehen, was ist. Das Gespräch führen, was sich ergibt. Dort mithelfen wo es notwendig ist. Aktionen setzen oder in die Ruhe gehen. Dass beides die Qualität hat, aber immer der Unterbau das Vertrauen, dass ich nichts versäume. Und das hat irrsinnig viel Druck rausgenommen.

Und wenn ich mich dabei ertappe, dass ich wieder in diese Falle steigen könnte, dann hole ich die Fotos raus und erhole mich wieder ein bisschen. In der Körperarbeit ist es dann sowieso immer sofort bei mir, weil da tauche ich einfach in die Erlebnisse automatisch ein.

Ja, das ging mir auch so. Als ich sicher war in meinem Tun mit der Lomi Lomi Massage, habe ich immer gesagt, ich bin fast so entspannt, wie die Person, die massiert wird.

Jetzt hast Du gerade den Konditional benutzt: Wenn ich merke, dass ich wieder reinfallen könnte, dann schaust Du Dir Fotos an.

Wie machst Du es, Dich immer wieder mit dieser Achtsamkeit zu verbinden?

Von Hawaii habe ich genug Fotografien, wo ich einfach wieder eintauchen kann. Aber natürlich gibt es auch für mich Situationen wo ich klipp und klar sage, jetzt ist der Zeitpunkt, wo ich selber gern wieder eine Behandlung möchte. Ich plane das regelmäßig, weil ich ganz fest davon überzeugt bin, wenn man in einer gebenden Rolle ist, nämlich als Masseur oder in irgendeiner therapeutischen Situation, diese Selbst-Fürsorge für sich, die darf man nicht außer Acht lassen.

Das ist wie mit einer Quelle: Du kannst nur geben was mehr da ist. Das ist eines der Themen, die ich für mich immer wieder bewusst entscheide. Wenn ich merke, es geht mir gut, mache ich mehrere Behandlungen. Aber wenn ich stressige Zeiten habe in meinem Hauptberuf, dann fahre ich das natürlich runter und versuche, das auszugleichen. Wenn ich merke, es würde mir an die Substanz gehen, dann weiß ich, ich muss etwas für mich tun. Das mache ich auf unterschiedliche Art und Weise, ob das Meditation ist oder dass ich mir bewusst irgendwas anhöre, Musik oder selber für mich Hula tanze oder abrocke.

Das Wichtigste ist, es zu tun.  

Da sind wir wieder bei der Neugeburt.

Stimmt.

„Nein sagen“

Ein paar Sätze vorher hast Du gesagt, für alle, die in einem gebenden Beruf sind. Und dann dachte ich, na ja als Frau, da wurde es uns vielleicht in die Wiege gelegt, dass wir ganz oft in der gebenden Rolle sind.

Da sind wir genau wieder bei den Erwartungen, die wir an uns selbst haben. Das nährende Prinzip ist ja grundsätzlich etwas zutiefst Weibliches, was Schönes. Aber man kann sich natürlich verlieren in diesem nur Geben und das passiert nicht nur im Job, das kann jedem passieren, der nur am Geben ist.

Sich selbst nicht zu vergessen ist manchmal umso schwieriger, wenn man in diversen familiären Strukturen oder in Aufgaben sozusagen als Fixum gebucht wird oder als verfügbar angenommen wird. Da ist es auch wieder wichtig, dass wir uns untereinander daran erinnern, dass diese Pause-Zeiten für jeden total wichtig sind.

Dafür sind auch diese Gruppen gut, dass wir immer wieder daran erinnert werden, wie wichtig Selbstfürsorge ist.

Ja, es gibt viele Möglichkeiten. Und egal wie, der entscheidende Punkt ist halt, dass man es auch tun muss. Und wenn man für das Tun dann schon zu müde ist, dann weiß man, dass man eigentlich das Reservoir schon angeknabbert hat.

Da sind wir beim Nein sagen. Anders geht’s nicht. Weil wenn ich nimmer weiß, wie ich mir Gutes tun kann, dann geht es nicht mehr um mehr, sondern nur darum zu überlegen, was kann ich weglassen. Wo kann ich NEIN sagen.

„Finde Deine Spur“- ist das auch dein Lebensmotto?

Definitiv, aber es hat auch wieder mit Vertrauen zu tun. Ich hatte weder eine Praxis noch sonst irgendetwas. Und ich hatte einen Traum und immer wieder ist „Finde Deine Spur“ dahergekommen, nicht nur einmal, sondern mehrfach. Das habe ich mir im Tagebuch aufgeschrieben und dann habe ich das reservieren lassen für die Webseite.

Es ist wirklich meine innere Stimme gewesen, die mir das zugeflüstert hat. Und ich bin mit diesen drei Worten noch sehr glücklich, weil sie mir die Freiheit geben zu entscheiden. Was passt zu meinem Weg? Das bringt mich wieder zum sowohl als auch, über das wir schon geredet haben, aber auch zu der Freiheit, wirklich immer wieder zu hinterfragen: Was ist jetzt? Was braucht der nächste Schritt? Was nehme ich dazu? Was tritt in den Hintergrund? Je offener man da selber ist, immer wieder zu spüren, was es braucht, findet sich die Lösung.

Wunderbar liebe Susanne. Ich freu mich sehr über dieses entspannt fließende Gespräch und bedanke mich bei Dir.

Und das bin ich: Ilona Tamas

Ich begleite Frauen, die ihrem Leben mehr Weiblichkeit und Sexualität schenken wollen. Dich von mir begleiten lassen, das kannst Du in einem Coaching und im Onlinekurs. Wenn jetzt die Zeit für Dich ist, Dir Deine Weiblichkeit und Deine Freude an Sinnlichkeit und Erotik zurück zu erobern, dann melde Dich bei mir und wir besprechen, wie ich Dich begleiten kann.

Auf Dein lustvolles Frau-Sein,

Deine, Ilona Tamas

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert