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Meine zwei Top-Kriterien für guten Sex

Was bedeutet guter Sex für dich?

Frauenzeitschriften und das Internet sind voll von Tipps, wie Frau guten Sex haben kann. Bei den Tipps geht es meistens um Techniken und Praktiken. Verschiedene Stellungen und Techniken zu kennen ist eine gute Sache, es zeigt, dass du ein sexuelles Repertoire entwickelt hast und das kann für Abwechslung sorgen im Bett. Aber garantieren Praktiken und Techniken, dass ich guten Sex habe? Nee, so einfach ist es nicht.

Was also ist guter Sex? Und wie erkennst du, dass du guten Sex hast? Erfahre hier meine 2 Top-Kriterien für guten Sex.

Guter Sex: welche Tipps kennst du bereits?

Viele der Tipps, wie Frau guten Sex haben kann, beziehen sich darauf, was zwischen dir und deinem Partner abläuft. “Drei Dinge, die das Vorspiel bei ihm unvergesslich machen.”  (Quelle: SAT 1 Liebe&Sex Ratgeber)

Oder es geht um Stellungen und Praktiken: “Sexstellungen, die jedes Paar probieren sollte.” (Quelle Brigitte)

Oder die Tipps beziehen sich darauf, wie wir sexy aussehen können: “High Heels trainieren die Muskeln im Beckenboden, die auch beim Orgasmus aktiviert werden. Auf sexy Schuhen ver­binden Sie also das Schöne mit dem Nützlichen.” (Quelle Womenshealth).

Haben dir solche Tipps schon mal geholfen guten Sex zu haben?

Bei all diesen Tipps frage ich mich, was ich damit zu tun habe? Ach so, ich trage meistens Sneakers. Also muss ich High Heels tragen, um zum Orgasmus zu kommen? Oder muss ich Stellungen wie Turnübungen absolvieren, damit mein Sex besser wird? Oder muss ich ja nur alles richtig machen, um meinen Partner anzuturnen, damit ich guten Sex habe?

Vielleicht kennst du das auch: du hast deinen Partner ausgiebig und zärtlich verwöhnt, er ist schon so richtig in Fahrt, aber du wirst mehr und mehr unsicher, weil sich in deinem Körper noch nicht so viel regt.

Oder: Ihr habt schon zig Stellungen ausprobiert und es fühlt sich vor allem mühsam an aber kein bißchen im Flow.

Meine Erfahrung ist: solche Tipps bringen eher Unsicherheit, denn erstens versuche ich damit einem Konzept in meinem Kopf zu folgen, wie guter Sex ablaufen muss. Und zweitens bleibe ich mit meiner Orientierung im Außen – bei dem, was dem Partner gefällt.

Nicht die Technik oder verschiedene Stellungen bestimmen guten Sex

Aber was dann? Woran erkenne ich, was guter Sex ist?

Ganz einfach: für mich bestimmt einzig mein persönliches Erleben, was guter Sex ist. Denn: wenn ich mich gut fühle, ist es guter Sex.

Meine 2 Top-Kriterien für guten Sex sind also ganz simpel:

  1. Ich fühle mich während des Sex gut und
  2. Ich fühle mich nach dem Sex gut

Was braucht es, damit ich mich während des Sex gut fühle?

  • Ich spüre, wie es mir gerade geht
  • Ich erkenne meine Wünsche und Bedürfnisse in diesem Moment
  • Ich kommuniziere mit meinem Partner über meine Bedürfnisse und sage oder zeige ihm, was ich in diesem Moment gerade brauche
  • Wenn ich nicht bekomme, was ich brauche – sage ich es und sage oder zeige, was ich stattdessen will
  • Wenn ich etwas bekomme, was ich auf keinen Fall will, setze ich klare Grenzen und sage oder zeige, was ich stattdessen will.

Was braucht es, damit ich mich nach dem Sex gut fühle?

  • Siehe oben: im Grunde nicht mehr aber auch nicht weniger. Wenn ich während des Sex dafür sorge, dass ich mich gut fühle, fühle ich mich nach dem Sex auch gut.
  • Eine wichtige Zutat gebe ich dann noch dazu: Dankbarkeit. Ich bin dankbar dafür, dass ich mich gut gefühlt habe und für das, was ich bekommen und erlebt habe.

Spüren und Fühlen sind die Basis für guten Sex

Dein Instrument für Sexualität ist deine Körperin. Du willst deine Körperin also spüren, damit du weißt, ob sich etwas “gut” anfühlt. Und du willst deine Emotionen wahrnehmen, damit du weißt, ob du dich “gut” fühlst. Spüren und Fühlen also auf 2 verschiedenen Ebenen: auf körperlicher und auf emotionaler Ebene, das ist die Basis für guten Sex.

Das ist mein Top-Tipp für guten Sex:

  • Spüre deine Körperin
  • Spüre wie sich etwas anfühlt
  • Spüre, was in deiner Körperin vor geht. Macht dir das, was du gerade erlebst Lust? Prima, mach weiter so.
  • Bringt dich das, was du gerade erlebst eher raus aus der Lust? Dann verändere etwas. So lange, bis es sich wieder gut anfühlt.
  • Spüre, ob du in dem Moment mehr davon willst oder lieber etwas anderes.

Deine Emotionen folgen deinem Körperspüren auf dem Fuß. Fühlt sich etwas gut an, fühlst du dich auch gut. Fühlt sich etwas nicht gut an, verändert sich auch deine Stimmung.

Indem du beim eigenen Erleben bleibst, weißt du sofort, ob du gerade guten Sex hast – oder nicht. So einfach kann es sein: Mache mehr von dem, was sich gut anfühlt und dir gut tut, bleibe dabei für einige Momente und genieße es. Was gut für dich ist, bestimmst du selbst und nicht die Sextipps in den Medien.

Ich wünsche dir allzeit guten Sex. Wie ist es bei dir? Hast du guten Sex? Und was tust du dafür? Gerne erfahre ich das von dir, schreibe mir einfach in einem Kommentar unter diesem Beitrag. Ich freue mich von dir zu lesen.

Auf deine genußvolle Erotik,

Deine

Ilona Tamas
Expertin für weibliche Sexualkultur

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2 Antworten
  1. Birge
    Birge says:

    Liebe Ilona,
    danke für den tollen Artikel. Ich kann dem voll und ganz beipflichten. Und High-Heels sind auch nicht meins 😉
    Liebe Grüße
    Birge

    Antworten
    • IlonaTamas
      IlonaTamas says:

      Liebe Birge,
      genau, wir können Schuhe tragen, die wir wollen 😉
      Herzlichen Dank. Es freut mich, dass dir der Beitrag gefällt.
      Liebe Grüße auch an dich,
      Ilona

      Antworten

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